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Impermanent Loss

Was bedeutet Impermanent Loss in Krypto-Begriffen?

Impermanent Loss bezieht sich auf den vorübergehenden Verlust des Wertes von Kryptowährungen, den Liquiditätsanbieter in automatisierten Market Makern erleben können.

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Was ist Impermanent Loss?

Impermanent Loss ist die Wertlücke, die entstehen kann, wenn du zwei Token in einen Pool einbringst und deren Preise auseinanderlaufen. Dein Anteil ist dann weniger wert als das einfache Halten der Token, bis sich die Preise wieder angleichen. Stell dir das vor wie den Freund, der Snacks zur Party mitbringt und dann merkt, dass alle öfter die guten Chips als den Sellerie genommen haben.


Mythos

„Impermanent Loss spielt nur eine Rolle, wenn du abhebst.“ Nicht ganz. Die Unterperformance gegenüber dem Halten besteht bereits, sobald die Preise abweichen, abheben oder nicht. Gebühren können einen Teil ausgleichen, ja, aber die Lücke ist schon vorhanden.


Wie es funktioniert

Impermanent Loss tritt auf, wenn sich Preise ändern, während deine Position sich automatisch neu ausrichtet. Hier die Kurzversion.

  1. Einzahlung: Du fügst gleichwertigen Betrag von zwei Token in einen Liquiditätspool ein, zum Beispiel ETH und USDC.
  2. Preisbildung: Der Pool nutzt eine automatisierten Market Maker (AMM) Formel, die das Gleichgewicht zwischen den beiden Token hält.
  3. Arbitrage: Wenn der Preis von ETH auf externen Märkten steigt, handeln Arbitrageure gegen den Pool, bis dessen Preis nachzieht. Am Ende besitzt du mehr vom Verlierer und weniger vom Gewinner.
  4. Auseinanderlaufen: Je weiter sich das Preisverhältnis von deinem Einstieg entfernt, desto größer die Unterperformance gegenüber einfachem Halten.
  5. Ausstieg: Wenn die Preise zu deinem Einstiegspreisverhältnis zurückkehren, verschwindet der Verlust. Hebst du bei einem anderen Verhältnis ab, wird er realisiert. Handelsgebühren können den Schlag abschwächen.

Das ist das Vorgehen, keine geheimen Tricks nötig.


Warum das wichtig ist

Warum sollte dich das interessieren? Weil dies die versteckten Kosten sind, die entstehen, wenn du als Anbieter von Marktliquidität fungierst.

  • Vorteil: Du verdienst Swap-Gebühren und Anreize dafür, Tiefe auf einer dezentralen Börse (DEX) bereitzustellen.
  • Perspektive: Renditen, die auf Krypto Twitter genannt werden, vergessen oft, Impermanent Loss abzuziehen. Clevere Anleger rechnen nach.
  • Relevanz: Du wirst es in DeFi Portfolios, DAO Beständen und in jeder Wallet mit Farming Belohnungen sehen.

Tipp

Die meisten Liquiditätsanbieter (LPs) begrenzen Impermanent Loss, indem sie korrelierende Paare wählen, sinnvolle Preisbereiche festlegen und neue Einzahlungen bei starken Preisschwankungen vermeiden.


Wichtige Merkmale

Was dieses Risiko auszeichnet:

  • Volatilität: Größere Preisbewegungen bedeuten größere Unterperformance gegenüber dem Halten.
  • Timing: Es wird relativ zu deinem Einstieg gemessen, daher sind Ein- und Ausstiegszeitpunkte relevant.
  • Gebühren: Swap-Gebühren und Belohnungen können den Verlust ausgleichen, müssen es aber nicht, abhängig von Volumen und Anreizen.
  • Richtung: Aufwärtsbewegungen und Abwärtsbewegungen erzeugen einen ähnlichen Effekt; die Entfernung vom Einstieg ist entscheidend.
  • Konzentration: Enge Preisbereiche können Gebühren erhöhen, aber auch den Verlust verstärken, wenn der Preis den Bereich verlässt.

Wie wird es berechnet?

Für einen Pool mit zwei Token und gleichgewichteter Aufteilung sei r der neue Preis geteilt durch den Einstiegspreis. Der prozentuale Verlust gegenüber dem Halten ist:

IL% = 100 × ( (2 × sqrt(r)) ÷ (1 + r) − 1 )

Beispiel: Verdoppelt sich der Preis, ist r = 2, das Ergebnis beträgt etwa 5,72 Prozent. Gebühren können einen Teil davon ausgleichen.



Varianten

Gleiche Idee, andere Ausprägungen:

  • Stabil: Tokens wie USDC und DAI zeigen geringere Abweichungen, daher bleibt der Verlust klein.
  • Korreliert: Assets, die sich normalerweise gemeinsam bewegen, reduzieren die Belastung, aber sie bleibt bestehen.
  • Konzentriert: Angepasste Preisbereiche können Gebühren nahe dem aktuellen Preis erhöhen und den Verlust steigern, wenn der Preis wegläuft.

Merke

Du kannst in Dollar Gewinn haben und trotzdem Impermanent Loss aufweisen, weil der Vergleich gegen das einfache Halten der Token erfolgt. Beides kann gleichzeitig zutreffen.


Beispiel

Du legst ETH und USDC ein, als ETH bei 1.500 steht. Steigt ETH auf 3.000, verkauft der Pool automatisch etwas ETH gegen USDC, und beim Abheben ist dein Gesamtwert geringer, als wenn du ETH und USDC außerhalb des Pools behalten hättest.


Wissenswertes

Frühe DeFi Nutzer nannten es „divergence loss“, was etwas zu alarmierend klang, deshalb setzte sich „Impermanent“ durch, da die Lücke kleiner werden kann, wenn die Preise zurückgehen. Marketing spielt eine Rolle, selbst bei Mathematik.


Fazit

Betrachte Impermanent Loss als die stille Gebühr, die du für das Bereitstellen von Marktliquidität zahlst, und stelle sicher, dass die Belohnungen, denen du nachgehst, dies ausgleichen.

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